Eine von Feinschmeckern begehrte Delikatesse ist der sogenannte Kopi Luwak Kaffee.
Eine in Indonesien ansässige Schleichkatzenart (Zibetkatze) "produziert" dieses Produkt, indem es die Kaffeekirschen zuerst frisst und diese darauf relativ unverdaut wieder ausscheidet. Offenbar entziehen Enzyme im Verdauungstrakt die Bitterstoffe der Bohne und Proteasen spalten deren Proteine, was zu einer interessanten Geschmacksänderung führt. Ein ähnlicher Effekt konnte auch unter hohem Druck in Vollautomaten beobachtet werden. Nach dem Einsammeln wird zuerst die Haut abgeschält und darauf der innere Kern geröstet.
Der Geschmack der Bohne, eine karamellartige-schokoladige Note und der aufwändige Herstellungsprozess machen Kopi Luwak Kaffee so begehrt und teuer. Bei einem Preis von ca. 23,99 €/100g überlegt man sich dieses Geschmackserlebnis auch gleich 2-mal. Alternativen werden mit Zuhilfenahme von Milchsäurebakterien in einem sogenannten "wet-process" erforscht.
pz
Weiterführende Links:
http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0006/
www.coffeeness.de/barista-blog/kopi-luwak-katzenkaffee-verkostung-in-hamburg/





Danke für die wertvolle Info, ich kann wirklich auf diese Kostbarkeit verzichten. Es gibt genug Genussprodukte die mehr Hygiene aufweisen und noch besser schmecken.
sehr lesenswert
Eine Kaffeebohne, egal ob aus dem Verdauungstrakt eines Tier oder nicht, wird bei bis zu 250° geröstet. Da wird ohnehin alles abgetötet was schaden anrichten könnte. Also keine Sorge wenn ein Kopi Luwak Kaffee unter dem Weihnachtsbaum liegt.